ZDFinfo heute

ONE PHOENIX
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
ZDFinfo Doku
Countdown zum Zweiten Weltkrieg GESCHICHTE Erpressung - Januar bis April 1938, D 2018
Am 4. Februar 1938 gibt Hitler bekannt, dass nicht nur Kriegsminister Werner von Blomberg aus seinem Amt ausgeschieden ist, sondern auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Werner von Fritsch. Der Diktator selbst übernimmt die Befehlsgewalt über die Wehrmacht und wird sie bis zum Untergang nicht mehr abgeben. Joachim von Ribbentrop wird Außenminister, Hermann Göring zum Feldmarschall und zum Stellvertreter des "Führers" ernannt. So geht der Diktator aus der Krise nicht etwa geschwächt, sondern erheblich gestärkt hervor. Alle Schlüsselpositionen für den Weg in den Krieg sind in den Händen ergebener Parteigänger. Das neue Team verliert keine Zeit und erhöht den Druck auf Österreich. Kanzler Kurt Schuschnigg reist am 12. Februar 1938 auf den Obersalzberg. In Anwesenheit von besonders "martialisch" aussehenden deutschen Generälen droht Hitler mit dem Einmarsch im Nachbarland. Nur mit Rücksicht auf die italienischen Verbündeten lässt er sich auf politische Zugeständnisse ein, die jedoch den Weg zur "Gleichschaltung" ebnen. Wie Hitler setzt auch sein Paladin Hermann Göring gegenüber dem Nachbarn Österreich ohne Skrupel auf das Erpressungspotenzial deutscher Machtpolitik. Nach zwei Tagen des Zögerns erteilt Hitler am 10. März 1938 der Wehrmacht den Marschbefehl und zwingt die Regierung in Wien zum Rücktritt. Am Morgen des 12. März überschreiten deutsche Truppen die Grenze.
ZDFinfo Doku
Countdown zum Zweiten Weltkrieg GESCHICHTE Verrat - Mai bis September 1938, D 2018
Anfang Juli 1938 stellt Hermann Göring die wirtschaftlichen Weichen in Richtung Krieg. Neue Produktionsziele betreffen vor allem die Rüstung. Die Wehrmacht soll alles Nötige bekommen. Die Waffenproduktion läuft auf Hochtouren. Der von Krupp-Ingenieuren entwickelte Panzer IV wird inzwischen in Serie gebaut. Obwohl die Schlagkraft der Wehrmacht ständig wächst, warnen die Militärs den Diktator vor einem Waffengang. Das könnte einen Konflikt mit den europäischen Großmächten auslösen. Hitler ist dennoch zum Krieg entschlossen. Und Hermann Göring unterstützt seine Pläne. Die Luftwaffe sei einsatzbereit, behauptet er wider besseren Wissens. Die Regierung in London reagiert besorgt auf die sich zuspitzende Krise. Premierminister Neville Chamberlain ist überzeugt, dass ein neuer Krieg in Europa auch sein Land ins Unglück stürzen würde. Er ist entschlossen, den Frieden zu retten. Dabei weiß er die Bevölkerung hinter sich. Chamberlains Credo heißt "Appeasement", zu Deutsch "Beschwichtigung". Auch Frankreich rüstet massiv auf. Premier Édouard Daladier versichert den Briten, die französische Armee könne sich gegen die Wehrmacht behaupten. Trotzdem ist die Regierung in London nicht bereit, konkrete Verpflichtungen zu übernehmen. Frankreich steht allein. In diesem Sommer 1938 lässt sich Hitler von seinem Volk bejubeln. Die "Wochenschau" zeigt vor allem seine Anhängerinnen in Ekstase. Immer wieder werden Gruppen sudetendeutscher Frauen ins Reich gebracht, um ihren "Retter" kameragerecht aufzufordern, sie vom Joch aus Prag zu befreien. 30. September 1938: Kurz nach Mitternacht wird das "Münchner Abkommen" unterzeichnet. Zuerst von Hitler, dann von den anderen. Chamberlain betont, das Abkommen habe große Bedeutung für die Weiterentwicklung der Politik. Nachrichtenagenturen haben noch in der Nacht die Sensation aus München gemeldet, und Zeitungen in der ganzen Welt drucken Extrablätter. "Frieden" titelt der "Daily Express" in London, und auch die anderen britischen Zeitungen feiern das Abkommen. Es wird anders kommen.
ZDFinfo Doku
Countdown zum Zweiten Weltkrieg GESCHICHTE Aggression - Oktober 1938 bis März 1939, D 2018
Am 7. November 1938 verübt der jüdische Jugendliche Herschel Grynszpan in Paris ein Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Eine Tat mit weitreichenden Folgen. In der Nacht vom 9. auf den 10. November werden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen in Brand gesteckt - so auch in Kitzingen bei Würzburg. Erhalten gebliebene Gestapo-Akten und zahlreiche Fotos dokumentieren das schreckliche Geschehen. Hermann Göring verspricht sich von antijüdischen Pogromen erhöhte Auswanderungszahlen und damit riesige Gewinne für seine leeren Kassen, denn die Juden müssen ihre Vermögen zurücklassen. "Mir wäre lieber gewesen, ihr hättet 200 Juden erschlagen und hättet nicht solche Werte vernichtet", sagt Göring. Um den Druck zu erhöhen, lässt man nach der Pogromnacht Zehntausende in die Konzentrationslager bringen. "Ich möchte kein Jude in Deutschland sein", höhnt Hitlers zweiter Mann. Am 12. November beruft Göring eine Sitzung im Luftfahrtministerium ein, auf der noch mehr Maßnahmen zur Erpressung der jüdischen Deutschen beschlossen werden. So fließen Millionenwerte in die Kriegskasse des "Dritten Reiches". Ende Januar 1939 ist Hitler im Gespräch mit Goebbels noch unentschlossen, welches der nächste Schritt seiner Expansionspolitik sein wird. Doch binnen weniger Tage entschließt er sich, militärisch gegen die Regierung in Prag vorzugehen. Nach dem Einmarsch in Prag verleibt sich das "Dritte Reich" auch das seit dem Versailler Vertrag von 1919 unter litauischer Verwaltung stehende Memelgebiet ein. Angesichts eines Ultimatums vom 20. März 1939 beugt sich die Regierung Litauens dem Druck und übergibt am 22. März Memel an die Deutschen. Das nächste Ziel der Pläne des "Führers" sind jetzt Polen und die freie Stadt Danzig. Am 1. April 1939 läuft in Wilhelmshaven das Schlachtschiff "Tirpitz" vom Stapel. In einer "Brandrede" auf dem Rathausplatz der Stadt greift der Diktator die angebliche "Einkreisungspolitik" Großbritanniens an. Noch bevor sich Hitler an Bord des KdF-Schiffes "Robert Ley" begibt, beauftragt er die Wehrmacht mit der Vorbereitung des Krieges gegen Polen und der "Inbesitznahme von Danzig".
ZDFinfo
heute Xpress NACHRICHTEN
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
ZDFinfo Doku
ZDF-History ZEITGESCHICHTE Organisation "Werwolf" - Hitlers letztes Aufgebot, D 2012
Eine geheimnisvolle NS-Organisation namens "Werwolf" verbreitete bei Kriegsende in Deutschland Angst und Schrecken. Ihre Anschläge richteten sich nicht nur gegen feindliche Soldaten, sondern auch gegen Deutsche, die mit dem "Feind" zusammenarbeiteten. Doch war die Macht der "Werwölfe" überhaupt real, oder war sie nur vorgetäuscht? Neu gefundene Dokumente und Zeitzeugenaussagen erlauben einen Blick hinter die Kulissen der wohl geheimnisvollsten Organisation des "Dritten Reiches".
ZDFinfo Doku
Murder Maps - Geheimnisvolle Verbrechen RECHT UND KRIMINALITÄT Tatmotiv Liebe, GB 2018
Edith Thompson ist eine junge, erfolgreiche Geschäftsfrau zu Beginn der 1920er-Jahre in London. Von außen betrachtet führt sie ein idyllisches Leben mit ihrem Mann Percy. Doch Edith will mehr vom Leben und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihrem Jugendfreund Frederick Bywaters. Eine Affäre mit tödlichen Folgen. Diese Histo-Crime-Serie nimmt den Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins London des 19. und 20. Jahrhunderts und stellt die spektakulärsten Mordfälle der britischen Geschichte vor. Der Schauspieler Nicholas Day führt den Zuschauer tief hinein in die Welt der Mörder. Gleichzeitig wird die Entwicklung Londons, der Polizei und der Forensik im Allgemeinen beleuchtet.
ZDFinfo Doku
Murder Maps - Geheimnisvolle Verbrechen RECHT UND KRIMINALITÄT Gefahr im Dunkeln, GB 2018
London im Zweiten Weltkrieg. Die Stadt wird von Bombenangriffen heimgesucht. Doch in den Straßen lauert eine andere Gefahr: ein Serienkiller - der "Blackout Ripper". Superintendent Frederick Cherrill gelingt es, einen Fingerabdruck des Mörders zu sichern. Akribisch vergleicht er diesen mit den Datensätzen aus dem Archiv von Scotland Yard. Diese Histo-Crime-Serie nimmt den Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins London des 19. und 20. Jahrhunderts und stellt die spektakulärsten Mordfälle der britischen Geschichte vor. Der Schauspieler Nicholas Day führt den Zuschauer tief hinein in die Welt der Mörder. Gleichzeitig wird die Entwicklung Londons, der Polizei und der Forensik im Allgemeinen beleuchtet.
ZDFinfo Doku
Murder Maps - Geheimnisvolle Verbrechen RECHT UND KRIMINALITÄT Der Hochstapler, GB 2018
1946: Europa erholt sich von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges, die Soldaten machen sich auf den Weg nach Hause. Doch ein Mann bringt das Grauen des Krieges mit nach London. Hinter der charmanten Fassade des Ex-Piloten und Kleinkriminellen Neville Heath verbirgt sich ein sadistischer Mörder, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Unter falscher Identität tritt er als Kriegsheld auf und gewinnt so das Vertrauen seiner künftigen Opfer. Diese Histo-Crime-Serie nimmt den Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins London des 19. und 20. Jahrhunderts und stellt die spektakulärsten Mordfälle der britischen Geschichte vor. Der Schauspieler Nicholas Day führt den Zuschauer tief hinein in die Welt der Mörder. Gleichzeitig wird die Entwicklung Londons, der Polizei und der Forensik im Allgemeinen beleuchtet.
ZDFinfo Doku
Murder Maps - Geheimnisvolle Verbrechen RECHT UND KRIMINALITÄT Der Justizirrtum, GB 2018
Der unauffällige Angestellte John Christie verübt in den 1940er-Jahren in seiner Wohnung in Notting Hill mehrere Morde. Viele Jahre bleibt er unerkannt. Er schafft es, seinem Nachbarn Timothy Evans die Verbrechen anzuhängen, der zum Tode verurteilt wird. Christie mordet nach Evans Hinrichtung weiter und versteckt die Leichen seiner Opfer im Mauerwerk. Diese Histo-Crime-Serie nimmt den Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins London des 19. und 20. Jahrhunderts und stellt die spektakulärsten Mordfälle der britischen Geschichte vor. Der Schauspieler Nicholas Day führt den Zuschauer tief hinein in die Welt der Mörder. Gleichzeitig wird die Entwicklung Londons, der Polizei und der Forensik im Allgemeinen beleuchtet.
ZDFinfo Doku
ZDF-History GESCHICHTE Versailles - Schmach oder Chance, D 2019
"Schmachfrieden", "Versailler Diktat" oder "Schandfrieden": Kein anderer internationaler Vertrag hat wohl mehr negative Beinamen erhalten als der von Versailles. Deutschland ist sich 1919 einig: Dieses Abkommen ist eine Demütigung. Zur Niederlage im Krieg kommt nun auch noch die Revanche der Sieger, so empfinden es viele Menschen damals. Schnell machen sich Radikale im Land die allgemeine Empörung zunutze. Der Vertrag wird für alles verantwortlich gemacht, was in der jungen Weimarer Republik Unmut hervorruft. Verantwortliche Demokraten, die den Friedensvertrag notgedrungen unterzeichnen mussten, werden als Erfüllungspolitiker diskreditiert, manche von ihnen ermordet. Die Bedingungen, welche die Alliierten dem geschlagenen Deutschland auferlegen, scheinen auf den ersten Blick unerfüllbar und nicht akzeptabel: Gebietsverluste und drakonische Reparationszahlungen, der Verlust der militärischen Schlagkraft und die Zuweisung der Kriegsschuld an "Deutschland und seine Verbündeten". Versailles muss weg, lautet von nun an das Credo vieler Politiker im Land, gleich welchem Lager sie angehören. Doch war der Vertrag wirklich so hart, wie ihn damals viele Zeitgenossen empfanden? Hing er tatsächlich wie ein Mühlstein um den Hals der jungen Republik? Gab es nicht auch vielversprechende Anläufe, die Folgen abzuschwächen? In der Rückschau scheint eine direkte Linie von Versailles zu Hitler zu führen. Historiker und Historikerinnen diskutieren in der Dokumentation, ob bereits 1919 die Weichen in Richtung NS-Diktatur gestellt wurden.
ZDFinfo Doku
ZDF-History GESCHICHTE Joséphine - Napoleons große Liebe, D 2018
Joséphine ist der Schwarm der Männer - in Paris kennt sie jeder. Sie verdreht einem aufsteigenden General den Kopf und öffnet ihm viele Türen: Joséphine wird Napoleons große Liebe. Die Schönheit der Adligen aus Martinique ist legendär, ihr Hang zu Pracht und Luxus berühmt, für ihre Männerbekanntschaften ist sie berüchtigt. Joséphine ist das It-Girl ihrer Zeit. Marie Josèphe Rose de Tascher de la Pagerie, wie Joséphine eigentlich hieß, hätte sich ihren Aufstieg an die Spitze der französischen Gesellschaft nicht träumen lassen, als ihre Eltern sie mit dem ungeliebten Alexandre de Beauharnais verkuppelten. Die Ehe ist unglücklich, und doch werden ihre beiden Kinder später in europäische Königshäuser einheiraten. Während Alexandre unter der Guillotine stirbt, entkommt seine Frau den Kerkern der Revolution. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die zwei sehr unterschiedliche Menschen erst zusammen- und später auf den Thron bringt - die attraktive Witwe und den Aufsteiger von der Insel Korsika. Jeder in den Pariser Salons kennt die charmante und gebildete Joséphine de Beauharnais, als sie auf den zunächst wenig bedeutenden Militär trifft. Die Vicomtesse, die als ungekrönte Königin von Paris gilt, heiratet schließlich den sechs Jahre jüngeren und von der Körpergröße her deutlich kleineren Napoleon - alle sind überrascht. Sie führt den gesellschaftlich unerfahrenen Korsen in die besten Kreise ein. Er gibt ihr Sicherheit, auch finanziell, und liebt sie abgöttisch: "Wenn ich nur könnte, ich würde Dich ins Gefängnis werfen, in mein Herz und Dich darin einsperren für immer", schreibt Napoleon von der Front. Als Kaiser der Franzosen wird er die frühere Geliebte einst verstoßen, weil sie ihm keine Thronerben gebären kann.
ZDFinfo Doku
ZDF-History GESCHICHTE Geheimes Versailles - Die zwei Leben der Marie Antoinette, D 2019
Sie ist Frankreichs wohl berühmteste Königin - Marie Antoinette: Glamourgirl und Mode-Ikone. Ihr Hang zum Luxus ist legendär und wird ihr während der Revolution zum Verhängnis. Doch ausgerechnet Marie Antoinette liebt die Abgeschiedenheit. Immer wieder bricht sie aus ihrem goldenen Käfig aus, flieht in ein künstliches Paradies fernab von Etikette und höfischen Intrigen. Im April 1770 betritt Marie Antoinette zum ersten Mal den französischen Hof in Versailles. Ihre Mutter Maria Theresia hat sie aus politischen Gründen nach Frankreich verheiratet. Damals sind die beiden Länder erbitterte Rivalen. Mithilfe des 14-jährigen Teenagers soll sich das ändern. Schnell rebelliert die Thronfolgerin gegen die strengen Regeln am Hof. Immer wieder sucht sie nach Wegen, dem strengen Protokoll zu entkommen. Als Königin lässt sie im Park von Versailles das "Hameau de la Reine" errichten - den Weiler der Königin. Ein Bilderbuchdörfchen in idyllischer Kulisse. Während die Menschen vor den Toren Hunger leiden, führt die Königin dort ein vermeintlich einfaches Leben im Überfluss. Als Bäuerin verkleidet, zieht sie sich hierhin zurück und spielt die einfache Frau vom Land. Natürlich, ohne auf die Vorzüge des Luxuslebens zu verzichten. Hinter den Mauern der falschen Bauernhäuser verbergen sich Billardzimmer, ein Boudoir und sogar ein Ballsaal. Um die Illusion perfekt zu machen, wird eine "echte" Bauernfamilie im falschen Dorf angesiedelt. Während die Königin mit silbernen Rechen das Landleben imitiert, wird die Wut auf sie im Volk immer größer: Marie Antoinette gilt als intrigant, verschwenderisch und verkommen. Die Königin wird zum verhassten Sinnbild des Ancien Régime. Als auch sie die Zeichen der Zeit erkennt, ist es zu spät.
ZDFinfo Doku
ZDF-History DOKUMENTATION Geheimes Paris - Rätselhafte Orte der Geschichte, D 2018
Die faszinierende Metropole Paris gilt als Stadt der Liebe und der Lichter. "ZDF-History" sucht hinter den glitzernden Fassaden nach Orten und Geschichten, die nur wenige kennen. Paris hat Geschichte geschrieben - mit seiner Kultur, Mode, seinem Erfindergeist und seinen Revolutionen. Berühmte Wahrzeichen künden davon. Doch es gibt unbekannte Orte, die überraschende Geschichten preisgeben: "ZDF-History" öffnet die Türen zum "geheimen Paris". Die Kathedrale von Notre-Dame und den Louvre kennt fast jeder. Aber wer weiß schon, dass diese Gebäude aus Kalksteinen errichtet wurden, die man dafür unter der Stadt abgebaut hat? So entstand unter Paris ein über 300 Kilometer langes Labyrinth. Im 18. Jahrhundert war der Untergrund so ausgehöhlt, dass ganze Straßenzüge einstürzten. Ein Problem für die städtische Bauinspektion - bis heute. Ob über den Wolken, auf der dritten Etage von Gustave Eiffels "Grande Dame", oder tief unter der Erde, im Keller der Pariser Oper oder im wilden Nachtleben des Les Bains Douches, einer geheimen Diskothek für Promis und Supermodels: Der Film erzählt von Phantomen und Helden, von Größenwahn und leichtem Amüsement, von Zeiten überbordender Lebenslust und Zeiten des Krieges. Und nicht zuletzt von den Schattenseiten der "Stadt der Lichter". "Geheimes Paris" ist die Einladung zu einer besonderen Reise. Historiker und Zeitzeugen erzählen mit Leidenschaft von der verborgenen Seite der Stadt. Spannende historische Bilder und verzaubernde Einblicke ins Heute versetzen die Zuschauer mitten in die tragischen und glänzenden Zeiten der Hauptstadt Frankreichs.
ZDFinfo Doku
ZDF-History DOKUMENTATION "Lost Places" - Verlorene Orte der Geschichte, D 2013
Unterirdische Höhlen, verlassene Städte, militärische Sperrzonen oder atomares Niemandsland: Über Jahrhunderte hinweg hinterließ der Mensch weltweit seine Spuren. Er baute, eroberte, zerstörte oder suchte nach einem guten Versteck vor seinen übermächtigen Gegnern. Dabei geben Hinterlassenschaften wie die unterirdischen Städte Kappadokiens mit ihren weitverzweigten Tunnelsystemen der Wissenschaft bis heute Rätsel auf.
ZDFinfo Doku
Das unterirdische Reich ZEITGESCHICHTE Von Festungen und Führerbunkern, D 2004
1944 werden ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollen verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen. Sklavenarbeiter mussten die kilometerlangen Tunnel in die Berge graben. Die Dokumentation zeigt eine Rekonstruktion der Geschichte des "unterirdischen Reiches".
ZDFinfo Doku
Das unterirdische Reich ZEITGESCHICHTE Von Wunderwaffen und Sklavenarbeitern, D 2004
Es ist eines der größten Bauvorhaben der Menschheitsgeschichte: bombensichere Produktionsstätten für das "Dritte Reich". Berge werden unterhöhlt. In kilometerlangen Stollen sollen ganze Rüstungsindustrien installiert werden. "Wunderwaffen" sollen Tod und Verderben über die Feinde bringen, unterirdische Fabriken Nachschub für die Wehrmacht liefern. 1944 werden ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollen verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen. Hunderttausende Sklavenarbeiter müssen das Werk für die Nationalsozialisten vollbringen - wie viele ihr Leben dabei lassen, ist ungewiss. Bis zum letzten Tag des Krieges wird fieberhaft in den Tunneln gearbeitet.
ZDFinfo Doku
Böse Bauten ARCHITEKTUR Hitlers Architektur - Spurensuche in München und Nürnberg, D 2015
Jahrzehnte nach Kriegsende stehen sie immer noch: Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Zu entdecken sind besonders protzige und prominente Nazi-Relikte in München und Nürnberg. Trotz Kriegsbomben und späterer Versuche, die baulichen Hinterlassenschaften des Naziregimes auszulöschen, haben einige dieser unbequemen Monumente bis heute überlebt. Wie sollen wir mit der Architektur der NS-Zeit umgehen? Sanieren oder dem Zerfall preisgeben? München: Nur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt lag einst der "Führerbau", in dem heute die Hochschule für Musik und Theater residiert. Selbst für Alexander Krause, der seit 18 Jahren Kanzler der Hochschule ist, birgt der noch weitgehend unerforschte Untergrund des Gebäudes immer wieder Überraschungen. Mit dem Archäologen Christian Behrer und dem Kunsthistoriker Timo Nüßlein arbeitet er sich von einer ungeklärten Frage zur nächsten: eine "Treppe ins Nichts", ein mit Stacheldraht verbarrikadierter Durchgang, ein einsturzgefährdeter Raum unter dem "Ehrentempel" mit einer seltsamen Telefonanlage. Welche Geheimnisse verbergen sich in der Tiefe? Der benachbarte "NSDAP-Verwaltungsbau", in dem heute das Zentralinstitut für Kunstgeschichte seinen Sitz hat, das Haus der Kunst, das Wirtschaftsministerium, der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle - viele dieser von Nazi-Architekten gestalteten Bauwerke sind längst zum gewohnten und lange wenig hinterfragten Bestandteil des Stadtbilds geworden. Die ZDF-Dokumentation geht auch an Orte, die weniger bekannt sind. In das ehemalige Atelier des Nazi-Bildhauers Josef Thorak, das einstige Zwangsarbeiterlager Neuaubing oder in die Polizeiinspektion 22 am Prinzregentenplatz. Hier hat sich tatsächlich die ehemalige Privatwohnung Hitlers befunden. "Böse Bauten" ist der zweite Teil einer Reihe, die sich mit dem baulichen Erbe aus der NS-Zeit beschäftigt. Die sperrigen, die verstörenden Baudenkmale: Sie sind ein Teil unserer Geschichte, die nicht zu verdrängen sind und die an einigen Stellen auch nicht so einfach abgeräumt werden können.
ZDFinfo Doku
Größenwahn in Beton ARCHITEKTUR Hitlers Riesenhotel an der Ostsee, D 2015
Nirgendwo auf der Welt findet sich Vergleichbares - ein gigantisches, größenwahnsinniges architektonisches Gebilde: Prora auf Rügen. Ein vergessener Ort, der zwei historische Kapitel vereint. Zwei Kapitel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: das des Nationalsozialismus und das der DDR. Der "Klotz des Führers", der "Koloss von Rügen", das "Monster am Meer" ist eines der größten Gebäude der Welt - mit 4,5 Kilometern ganz sicher das längste. Ein Mythos, genährt von Nazi-Monumentalität und DDR-Militarismus. Prora ist einer der Prestigebauten des "Dritten Reiches", das unvollendete "Seebad der 20 000". "Kraft durch Freude" heißt das Programm, das die Massen für den Eroberungskrieg stärken soll. Hitlers Architekt, Clemens Klotz, beginnt 1936 mit dem Bau, 1939 folgt der Baustopp. Nach dem Krieg verschwindet Prora von der Landkarte. Die NVA zieht in das militärische Sperrgebiet ein - und mit ihr eine der berüchtigtsten Kasernen der DDR. Nach der Wende dann der Verfall.
ZDFinfo Doku
Superbauten der Geschichte: Der Reichstag DOKU-REIHE, D 2018
Er ist ein Überlebenskünstler und Zeuge von guten wie schlechten Zeiten. Wie kaum ein anderes Gebäude spiegelt er die wechselvolle deutsche Geschichte wider: der Reichstag in Berlin. Das spannende Porträt dieses "Superbaus der Geschichte" zeigt historische Schlüsselmomente und erzählt vom Wirken von Männern und Frauen hinter den Mauern des berühmten Gebäudes. Aufwendige Grafiken, Spielszenen und Archivbilder lassen die Geschichte lebendig werden. Die zweiteilige Dokumentation "Superbauten der Geschichte" lädt zu einer Zeitreise ein - sie führt zu bedeutenden historischen Schauplätzen wie dem Reichstag und dem Kreml. Es sind Symbolorte der Völker und Zentren der Macht. Und es sind Publikumsmagneten für Millionen von Besuchern aus aller Welt. Fast jeder kennt die Gebäude, es sind Stätten mit großer Strahlkraft. Doch was lässt die Menschen herbeiströmen, um diese Bauwerke zu besichtigen? Warum stehen Massen von Touristen stundenlang Schlange, bis sich die Tore öffnen? Das hat sicher mit der Bedeutung als Machtzentrum zu tun, als Parlaments- oder Regierungssitz in der Gegenwart oder mit der Faszination eines architektonischen Monuments. Zugleich jedoch ist gewissermaßen ein "Atem der Geschichte" zu spüren, der durch die Gänge weht, das Wissen um die Vergangenheit, die sich in diesen Bauwerken abgespielt hat. Hinter ihren Mauern, in ihren prächtigen Sälen, in verborgenen Gemächern und unterirdischen Gängen ereigneten sich Vorfälle, die den Lauf der Geschichte bestimmten. Hier, in den "Superbauten", entschieden Herrscher, Diktatoren, Kanzler und Parlamente über das Schicksal ihrer Nation und auch ganzer Kontinente. Der erste Teil der "Superbauten der Geschichte" porträtiert den Reichstag in Berlin. Das Bauwerk gilt als Symbol deutscher Parlamentsgeschichte schlechthin, steht für den Anfang und den Untergang der ersten deutschen Demokratie, wurde Sinnbild des geteilten Deutschlands und in der Wendezeit Schauplatz großer Emotionen. Die Bilder zur Feier der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 gingen um die Welt. Nach kunstvoller Verpackung durch den Künstler Christo und aufwendigem Umbau mitsamt neuer Kuppel durch den britischen Stararchitekten Lord Norman Foster wurde das Reichstagsgebäude nicht nur Sitz des Deutschen Bundestages, sondern auch Anziehungspunkt für mehr als eine Million Besucher jährlich.
ZDFinfo Doku
Time Scanners: Geheimnisse in 3D ARCHITEKTUR Petra, GB 2017
Mit neuester Laserscan-Technologie deckt das Team um Statiker Steve Burrows bautechnische Geheimnisse der antiken Stadt Petra auf. Wie wurde das größte Bauwerk der Stadt, das 45 Meter hohe, sogenannte Kloster, aus dem Fels gehauen? Welche Geheimnisse birgt der große, offene Platz davor? Und was verraten die Strukturen im prächtigen Stadtzentrum Petras über die Ambitionen seiner Erbauer?
ZDFinfo Doku
Time Scanners: Geheimnisse in 3D ARCHITEKTUR Machu Picchu, GB 2017
Mit neuester Laserscan-Technologie deckt das Team um Statiker Steve Burrows bautechnische Geheimnisse von Machu Picchu auf. Wie ist die heilige Stadt der Inkas erbaut worden? Wie konstruierten die Inkas eine Stadt auf einem Bergrücken? Wozu dienten die Terrassen an den Hängen und dem noch höher gelegenen Huayna Picchu, und wie wurden sie befestigt? Und: Wie haben die Inkas ihre über 2400 Meter hoch gelegene Stadt mit Wasser versorgt?
ZDFinfo Doku
Time Scanners: Geheimnisse in 3D ARCHITEKTUR Die Pyramiden, GB 2017
Mit neuester Laserscan-Technologie deckt das Team um Statiker Steve Burrows bautechnische Geheimnisse der Pyramiden auf und verfolgt dabei die Entstehung der reinen Pyramidenform. Die Pyramiden von Ägypten gelten auch heute noch - mehr als 4500 Jahre nach ihrer Erbauung - als Sinnbild für das technische Genie der alten Ägypter. Das Konzept dazu wurde im Verlauf von nur 100 Jahren über einzelne Etappen hinweg perfektioniert.
ZDFinfo Doku
Superbauten 2 - Wettlauf zum Himmel DOKUMENTATION, D 2012
Ob Geschichts-, Natur-, Tier- oder Wissenschaftsbeiträge - die Doku-Reihe nimmt sich eines breiten Themenspektrums an und erstaunt mit verblüffenden und eindrucksvollen Beobachtungen rund um den Globus.
ZDFinfo Doku
Superbauten 2 - Säulen für die Ewigkeit ARCHITEKTUR, D 2012
Seit die Menschen Häuser bauen, bauen sie auch Gotteshäuser - überall auf der Welt. Allein in Deutschland gibt es rund 45 000 Kirchen, das sind in etwa so viele, wie es Schulen gibt. Ein wahrer Kirchen-Superbau steht in Ulm: Der Turm des Ulmer Münsters misst stolze 161,53 Meter. Jahrhundertelang war er allerdings nicht mehr als eine Bauruine. Erst wurde die Kirche wegen Geldmangels nicht fertig, dann bremste die Reformation, schließlich war die Gotik out, und am Ende bauten die Kölner auch noch höher. 1880 wird dort Einweihung gefeiert - mit Kaiserbesuch. Der Dom ist damals das höchste Gebäude der Welt. Doch Ulm zieht nach. Anders als in Köln orientieren sich die Architekten nicht an den mittelalterlichen Plänen, sondern bauen munter immer höher. Bis heute ist das Ulmer Münster die höchste Kirche der Welt. Übertroffen allein von einem Hightech-Gotteshaus luxuriösen Ausmaßes, der Moschee Hassan II. in Casablanca. Nicht nur, dass ihr Minarett alle anderen sakralen Bauten der Welt überragt, sie ist auch flächenmäßig die eindeutige Nummer eins unter den Gotteshäusern - den Petersdom in Rom schluckt sie problemlos. Der besondere Clou ist das verschiebbare Dach: Auf Knopfdruck setzen sich die 1100 Tonnen in Bewegung und öffnen sich lautlos in fünf Minuten. Damit nicht genug, schießt nachts ein Laserstrahl aus der Spitze des Minaretts und strahlt 30 Kilometer weit gen Mekka. Doch wann hat das alles angefangen, das Bauen für die Götter? Einer der ältesten und bekanntesten Kultbauten steht in England. Stonehenge, errichtet vor circa 5000 Jahren aus Sarsenstein, einem der schwersten Gesteine der Welt. Die Steinzeitmenschen, die vor allem Sonne und Mond verehrten, fanden einmal im Jahr zu Tausenden in Stonehenge zusammen, um das wichtigste Ereignis des Jahres zu feiern: die Sommersonnenwende. Im Unterschied zu den Naturgottheiten der alten Briten verehren Ägypter, Römer und Griechen Tausende von verschiedenen Göttern. Mit dem Judentum und dem daraus entstehenden Christentum kommt ein neuer Glaube in die Welt, der Glaube an einen einzigen Gott. Für den einen Gott wurden glanzvolle Kirchen, majestätische Kathedralen und Moscheen erschaffen. Die Felsenkirchen von Lalibela gehören zu den ungewöhnlichsten Bauwerken der Erde. Im 12. Jahrhundert ließ sie der König Lalibela in Äthiopien buchstäblich aus dem Fels herausschneiden. Nicht weniger als 15 000 Tonnen Stein wurden aus dem Berg gemeißelt. Die so entstandenen elf Kirchen gehören zu den größten von Menschen geschaffenen monolithischen Strukturen der Welt. Die größte und wichtigste Kirche der Welt ist der Petersdom in Rom. Und einer hatte an seinem Bau bedeutenden Anteil - ein menschenscheuer, ständig schlecht gelaunter Künstler: Michelangelo Buonarroti. Zunächst wird Michelangelo jedoch mit den Malerarbeiten in einer Kapelle abgespeist, eigentlich "gar nicht sein Metier", wie er meint. Der ungeliebte Nebenjob, die Sixtinische Kapelle, wird trotzdem zum Meisterwerk. Und dann, 40 Jahre nach Baubeginn, Michelangelo ist bereits 71 Jahre alt, überträgt man ihm die Leitung für die ewige Baustelle der Ewigen Stadt. Die im Durchmesser 42 Meter große Kuppel wird die Krönung seines Werks. Aber auch Buddhisten und Hindus haben ihren Göttern die prächtigsten Bauten erstellt. Mitten im indonesischen Dschungel findet sich die vielleicht längste Bildergeschichte - an der größten buddhistischen Tempelanlage der Welt in Borobodur. Über fast fünf Kilometer erstrecken sich die Reliefs an den Tempelwänden, die Szenen aus den Leben Buddhas und der Erbauer erzählen. Der größte Tempelkomplex allerdings ist Angkor in Kambodscha. Mit mehr als 1000 Heiligtümern auf 350 Quadratkilometern Fläche bietet sie die größte "Tempeldichte" der Erde. Die bekannteste Anlage ist Angkor Wat, das größte religiöse Bauwerk der Welt mit seinem Tempelberg und fünf gewaltigen Türmen. Doch auch dieser Superbau scheint schlagbar, wenngleich er dabei gegen sich selbst verlöre: Ein Inder plant, Angkor Wat nachzubauen - nur größer. Ob Stonehenge, der Petersdom, die Moschee Hassan II. oder die südostasiatischen Tempelanlagen - die Erbauer sakraler Bauten schrecken vor Außergewöhnlichkeit und Gigantismus nicht zurück. Inwieweit ist Architektur auch ein Abbild der jeweiligen Religion, und was sagt sie über die jeweilige Glaubensrichtung aus? Die Dokumentation erzählt, worin sich die Baustile und Gotteshäuser der verschiedenen Religionen unterscheiden. Christian Berkel erklimmt die Spitze des Ulmer Münsters und erkundet nicht nur dessen bewegte Geschichte, sondern auch die anderer religiö
ZDFinfo Doku
Superbauten 2 - Wahnsinn und Visionen ARCHITEKTUR, D 2012
Visionäre, Künstler, Milliardäre und Diktatoren hinterlassen die wildesten, verrücktesten und wahnsinnigsten Bauten - seit Tausenden von Jahren. Was treibt Menschen zu diesen gigantischen Bauleistungen an? Liebe, Angst, religiöse Motive oder die pure Geltungssucht? Häufig finden sich Wahnsinn und Visionen unter den Motiven. Antipatros von Sidon gab schon vor über 2000 Jahren einen Reiseführer mit den großartigsten Superbauten der damaligen Zeit heraus. Heute bekannt als die Weltwunder der Antike, von denen nur noch die Pyramiden zu bewundern sind. Die Chinesische Mauer wurde dagegen im Verfolgungswahn erschaffen. Zum Schutz gegen die Nomaden aus dem Norden befiehlt der Kaiser von China, die wenig standhafte Mauer aus Lehm in eine "Große Mauer" aus Stein zu verwandeln. Es wird das größte Bauwerk der Welt, das nach Angaben der Chinesen insgesamt 21 196 Kilometer misst. Die Bauarbeiten an dem Mammutprojekt dauern etwa 2000 Jahre, stürzen die Dynastie beinahe in den Bankrott und kosten schätzungsweise 250 000 Arbeiter das Leben. Sicherheitsdenken und Verteidigungswahn lassen auch die Deutschen dicke Mauern bauen. Würde man hierzulande alle Burgmauern aneinanderhängen, käme man auf mehrere Tausend Kilometer. Mehr als 20 000 Burgen muss es in Deutschland im Mittelalter gegeben haben, vor allem Trutz- und Zollburgen. Eine der schicksten thront heute noch hoch über dem Rhein und demonstriert Macht und Stärke: die Marksburg. Noch im 19. Jahrhundert dienen Burgen als Vorlage für die Wünsche von Monarchen, wie Schloss Neuschwanstein, für das sich Ludwig II. heillos verschuldete. Ein zwar kleineres, aber noch viel fantastischeres Traumschloss baute sich der französische Postbote Ferdinand Cheval. Auf seinen Postrunden sammelt er kleine Steine, jeden Tag, ein Leben lang - und baut daraus sein "Palais Idéal", das aussieht, als sei es einem surrealistischen Gemälde entsprungen. Die Träume mancher Visionäre ließen sogar ganze Städte entstehen: Venedig, La Serenissima, eine Stadt im Wasser, errichtet auf Millionen von Holzpfählen in einer flachen Lagune. Von so vielen Besuchern aufgesucht wie kaum eine andere Stadt der Welt und derart beliebt, dass in Las Vegas eine Kopie erbaut wurde, das "Venetian Ressort Hotel". Das Hotel ist mit 7128 Zimmern das größte der Welt. Aber in der Stadt der Kasinos und Shows finden sich auch ein "Hotel Paris" inklusive Eiffelturm, ein "Hotel New York, New York" und das "Luxor", bestehend aus Pyramide und Sphinx. Dort, wo 1845 noch eine einsame Postkutschenstation in der Wüste von Nevada stand, fallen heute pro Jahr 36 Millionen Touristen ein und bringen Las Vegas neun Milliarden Dollar Gewinn. Wo Geld keine Rolle spielt, wird Bauen zum reinen Prestigewettlauf. In Abu Dhabi gönnt sich das Yas-Hotel eine integrierte Formel-1-Rennstrecke. In Dubai steht mit dem Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt, gleich nebenan wird die größte künstliche Insel der Welt geschaffen, Palm Island. Mit dem Burj Al-Arab, Dubais segelförmigem Wahrzeichen, begann 1999 die Jagd nach den Superlativen: Mit 321 Metern ist das Luxus-Hotel fast so hoch wie der Eiffelturm und auch 13 Jahre nach Einweihung eines der teuersten der Welt. Der Besucher steht staunend vor riesigen Aquarien in der Lobby. 8000 Quadratmeter Blattgold und mehrere Tonnen Carrara-Marmor sorgen für luxuriöse Oberflächen. Die kleinste Suite ist 169 Quadratmeter groß. Dass die architektonischen Visionen der Zukunft bescheidener werden, ist nicht zu erwarten. Die ersten Entwürfe für 1000-Meter-Bauten kursieren schon. Doch was kommt als nächstes? Bauen wir noch höher, im und unter Wasser? Oder geht es gar ins All? Kann Architektur eine Gesellschaft verändern? Die dritte Folge "Wahnsinn und Visionen" beantwortet die Frage, was Architektur zu Extremen treibt und was Superbauten über uns und unsere Gesellschaft aussagen.
ZDFinfo
heute journal NACHRICHTEN
Das Magazin geht über einen reinen Nachrichtenüberblick hinaus und bereitet das aktuelle Tagesgeschehen mit Hintergrundinformationen, redaktionellen Beiträgen und Interviews auf.
ZDFinfo Doku
RBG - Ein Leben für die Gerechtigkeit DOKUMENTARFILM, USA 2018
Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Supreme Court der USA und heute 86 Jahre alt, stellte ihr Lebenswerk in den Dienst der Gleichberechtigung und ist längst zur Ikone geworden. 1993 wurde sie als zweite Frau an den Obersten Gerichtshof berufen und hält dort eisern die Stellung. Bis heute sorgt sie mit ihrer engagierten Agenda für Schlagzeilen und macht Präsident Trump mitunter das Leben schwer. Die ungewöhnliche Karriere der 1933 in Brooklyn geborenen Ruth Bader begann als eine von nur neun Studentinnen an der Harvard Law School und als eine der ersten Jura-Professorinnen der USA. In den 1970er-Jahren erkämpfte sie gegen alle Widerstände bahnbrechende Gerichtsurteile zur Gleichstellung der Geschlechter, die sie zu einer Heldin der Frauenrechtsbewegung und weltbekannt machten. Betsy West und Julie Cohen zeichnen das beeindruckende Porträt einer schlagfertigen Legende, die inzwischen auch als Popkultur-Phänomen Kult ist. Die beiden Regisseurinnen schaffen Ruth Bader Ginsburg mit ihrem Dokumentarfilm ein längst verdientes Denkmal. Der Film hat die amerikanischen Kinos im Sturm erobert und konnte so ein Zeichen für alternative Politik in den USA setzen. Inzwischen berühmt und berüchtigt als Notorious RBG, entschied sich die Demokratin nach der Wahl Donald Trumps gegen Rückzug und Ruhestand. Mit brillantem Verstand und Leidenschaft ist und bleibt Ruth Bader Ginsburg eine unverzichtbare Inspiration für die politische Kultur.
ZDFinfo Doku
Trumps Russland-Connection AUSLANDSREPORTAGE Das FBI, Mueller und die Wahrheit
Seit der Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2017 tobt in Washington ein ernst zu nehmender Kampf um die Demokratie. Könnte der 45. Präsident der USA doch noch gestürzt werden? FBI-Sonderermittler Robert Mueller lässt nicht locker: Welche Rolle haben die Russen bei der Trump-Wahl gespielt? Wenn dem Präsidenten geheime Absprachen und Behinderungen der Justiz nachzuweisen sind, könnte es doch noch zu einem Amtsenthebungsverfahren kommen. Jaques Charmelot und Pascal Vasselin nehmen Trumps Sieg und die ersten Monate seiner Amtszeit bis zu den Midterms im November 2018 unter die Lupe. Sie gehen der Frage nach: Wie hat sich Amerika in dieser kurzen Zeit verändert? Und wie sehr symbolisiert die derzeitige politische Krise in Washington einen Kampf ums Überleben westlicher Demokratie?
ZDFinfo Doku
Kinder in Käfigen - Trumps Flüchtlingspolitik GESELLSCHAFT UND POLITIK, USA 2018
Im Sommer 2018 zeigt die rigide Einwanderungspolitik unter US-Präsident Trump ihren traurigen Höhepunkt: Tausenden illegal ins Land gekommenen Migranten wurden ihre Kinder weggenommen. Was die wenigsten wissen: Bereits unter Barack Obama gab es solche Pläne. Diese wurden allerdings schnell verworfen. Die Doku untersucht die Ursprünge der "Null-Toleranz-Politik" der US-Regierung und lässt Kinder zu Wort kommen, die von ihren Eltern getrennt wurden. Kinder wie die sechsjährige Meybelin, deren Vater Arnovis mit ihr aus El Salvador geflüchtet war, um der Gewalt dort zu entgehen. Nachdem sie in die USA gekommen und von einer Grenzpatrouille aufgegriffen worden waren, wurden sie getrennt. 33 Tage war die Sechsjährige in einem Lager in Arizona inhaftiert, bevor sie nach El Salvador zurückgeschickt wurde, wohin ihr Vater bereits abgeschoben worden war. Mit Berichten von vor Ort aus Mittelamerika und von der US-Grenze zu Mexiko verfolgen Marcela Gaviria und Martin Smith, wie sich die Einwanderungspolitik der USA im Laufe der Jahre entwickelt hat - und warum auch für Familien, die wieder zusammengeführt werden konnten, nachdem die Trennungsmaßnahmen von der US-Regierung medienwirksam wieder abgeschafft wurden, Narben bleiben.
ZDFinfo Doku
Citizen Trump - Eine amerikanische Karriere POLITIK
Bekannt für seine unberechenbare Politik und seine verbalen Provokationen, hält Donald Trump, der 45. Präsident der Vereinigten Staaten, die Welt in Atem. Der Populist im Weißen Haus wird hauptsächlich gestützt durch seine eigene Familie. Den unverhohlenen Hass seiner Gegner, vor allem der Intellektuellen, scheint er sogar zu genießen. Aber wer ist dieser Donald Trump eigentlich?
ZDFinfo
Knast in Texas RECHT UND KRIMINALITÄT Neue Wege im US-Strafvollzug
Die britischen Gefängnisse stecken in einer Krise: Großbritannien hat nach den USA unter den westlichen Industrienationen pro Kopf der Bevölkerung die höchste Zahl von Strafgefangenen. Der ehemalige Justizminister von Großbritannien, Michael Gove, begibt sich auf eine Informationsreise nach Texas, um sich vor Ort erfolgreiche Resozialisierungsprogramme anzuschauen. Der konservative Staat gilt hierbei als Vorreiter in den Vereinigten Staaten. Seit Einführung dieser Resozialisierungsprogramme gehen die Straftaten zurück, die Anzahl der Strafgefangenen sinkt weiter, und erhebliche Kosten konnten auch eingespart werden. Lassen sich diese Erfahrungen und Konzepte jedoch ohne Weiteres auf das Strafsystem in Großbritannien übertragen? Welche Lehren kann der britische Politiker vor Ort ziehen?
ZDFinfo Doku
Trump gegen alle - Parteikrieg bei den Republikanern POLITIK, USA 2018
Donald Trumps erstes Jahr als US-Präsident war von beispiellosen Turbulenzen geprägt. Es herrscht offener Krieg mit republikanischen Parteifreunden, der die Partei spaltet. Der Film untersucht Präsident Trumps Auseinandersetzungen mit dem Kongress, seine Forderungen nach Loyalität, seine Bereitschaft, andere Republikaner zu demütigen, und seine Bemühungen, die Partei mit allen Mitteln nach seinen Vorstellungen zu formen. Die Dokumentation zeigt, wie ein Außenseiter und ein Neuling nach Washington kam, um "Amerika wieder groß zu machen" und dabei einen Kampf gegen das Establishment um die Kontrolle der Republikanischen Partei entfacht hat.
Mehr laden
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN