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Die Teufelsschnur

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Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Stacheldrahts. Erfunden wurde er im Amerika des Wilden Westens, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wo er ursprünglich als Hilfsmittel bei der Viehwirtschaft zum Einsatz kam. Im Laufe der folgenden 150 Jahre entwickelte er sich jedoch zu einem politischen Instrument und wurde zum Symbol einer technisch immer perfekteren Überwachung, Unterwerfung und Ausgrenzung von Menschen. In ruhigen, beobachtenden Bildern mit langen Plansequenzen geht Sophie Bruneau in ihrem dokumentarischen Essay auf die Vielfältigkeit und Aussagekraft dieses einfach erscheinenden Gegenstandes ein. Dabei spielt sie mit visuellen Referenzen des amerikanischen Genrefilms, dem Western. Die Filmemacherin führt ihre Reise durch Amerika auch ins Baboquivari Valley, wo der Amerikanische Traum für viele mexikanische Flüchtlinge zum Alptraum wird. Die Regisseurin Sophie Bruneau sagt über ihren Film „Die Teufelsschnur“: „Als ich vor acht Jahren begann, mich intensiv mit den Themen Kontrolle und Überwachung zu beschäftigen, stellte ich fest, dass mit der Geschichte des Stacheldrahts ein wesentlicher Teil unserer jüngeren Geschichte veranschaulicht werden kann. Stacheldraht ist ein Symbol des Übergangs in die moderne Welt – vom einfachen Weidezaun zu geschlossenen Haftanstalten, Checkpoints und Infrarotkameras. Er gehört zu den ersten modernen Techniken, mit denen man den Raum in politische Einheiten unterteilte, und bahnte vielen anderen den Weg. Der Stacheldraht wurde in den USA erfunden, patentiert und im späten 19. Jahrhundert erstmals industriell hergestellt. Der Film beleuchtet diese Entwicklung sowie die Rolle, die der Stacheldraht bei der Eroberung des amerikanischen Westens spielte. Ich durchquerte die Geschichte dieses Landes und sah täglich neue Landschaften, in deren Weiten sich überall Zeichen der Ausgrenzung fanden. Denn das Besondere an diesem riesigen Land ist, dass es schon rein optisch ein Wesensmerkmal unserer westlichen Gesellschaften widerspiegelt: Die Welt ist ein großer Zaun geworden. Das konnte ich in den Vereinigten Staaten besser als irgendwo sonst erleben, denn es ist Teil ihrer Geschichte und Landschaften.“
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Die Teufelsschnur DOKUMENTARFILM, B, F 2014
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Stacheldrahts. Erfunden wurde er im Amerika des Wilden Westens, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wo er ursprünglich als Hilfsmittel bei der Viehwirtschaft zum Einsatz kam. Im Laufe der folgenden 150 Jahre entwickelte er sich jedoch zu einem politischen Instrument und wurde zum Symbol einer technisch immer perfekteren Überwachung, Unterwerfung und Ausgrenzung von Menschen. In ruhigen, beobachtenden Bildern mit langen Plansequenzen geht Sophie Bruneau in ihrem dokumentarischen Essay auf die Vielfältigkeit und Aussagekraft dieses einfach erscheinenden Gegenstandes ein. Dabei spielt sie mit visuellen Referenzen des amerikanischen Genrefilms, dem Western. Die Filmemacherin führt ihre Reise durch Amerika auch ins Baboquivari Valley, wo der Amerikanische Traum für viele mexikanische Flüchtlinge zum Alptraum wird. Die Regisseurin Sophie Bruneau sagt über ihren Film „Die Teufelsschnur“: „Als ich vor acht Jahren begann, mich intensiv mit den Themen Kontrolle und Überwachung zu beschäftigen, stellte ich fest, dass mit der Geschichte des Stacheldrahts ein wesentlicher Teil unserer jüngeren Geschichte veranschaulicht werden kann. Stacheldraht ist ein Symbol des Übergangs in die moderne Welt – vom einfachen Weidezaun zu geschlossenen Haftanstalten, Checkpoints und Infrarotkameras. Er gehört zu den ersten modernen Techniken, mit denen man den Raum in politische Einheiten unterteilte, und bahnte vielen anderen den Weg. Der Stacheldraht wurde in den USA erfunden, patentiert und im späten 19. Jahrhundert erstmals industriell hergestellt. Der Film beleuchtet diese Entwicklung sowie die Rolle, die der Stacheldraht bei der Eroberung des amerikanischen Westens spielte. Ich durchquerte die Geschichte dieses Landes und sah täglich neue Landschaften, in deren Weiten sich überall Zeichen der Ausgrenzung fanden. Denn das Besondere an diesem riesigen Land ist, dass es schon rein optisch ein Wesensmerkmal unserer westlichen Gesellschaften widerspiegelt: Die Welt ist ein großer Zaun geworden. Das konnte ich in den Vereinigten Staaten besser als irgendwo sonst erleben, denn es ist Teil ihrer Geschichte und Landschaften.“
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